Eines der Katzenpaare des Bildhauers und Keramikers Will Lammert konnte nach umfangreicher Restaurierung wieder auf den nördlichen Torbogen am Robert-Schmohl-Platz gesetzt werden.
1927, also vor fast einem Jahrhundert, wurden die beiden Paare auf die damals gerade fertig gewordenen Torbögen gesetzt. Dort waren sie über Jahrzehnte Wind und Wetter ausgesetzt. Das Team des Restaurierungsateliers „Die Schmiede“ in Duisburg wurde vom Ruhr Museum und der Margarethe Krupp-Stiftung mit der Überarbeitung der Katzen beauftragt. Nicole Aretz, projektleitende Restauratorin, berichtet: „Die schwarze Schicht auf den Katzen haben wir mit Glasperlen gestrahlt und schonend entfernt.“ So konnte die ursprüngliche blau-graue Farbe der Glasur wieder zum Vorschein gebracht werden.
Eine Herausforderung war es zudem, die Katzen auf dem Torbogen passgenau zu positionieren – bestehen sie doch aus insgesamt drei Teilen: den Pfötchen vorne und hinten, sowie dem großen Katzenkorpus. Eine spezielle Beschichtung für Keramik aus Italien, die aufgebracht wurde, schützt die Katzen nun vor der Witterung.
Shari Juliane Tihanyi, freiberufliche Restauratorin, hat die Restaurierung begleitet. Sie freut sich, dass die Katzen stabil genug waren und die Versetzung gut überstanden haben. Das Schicksal des zweiten Katzenpaars ist derzeit noch offen, da es weitaus stärker in Mitleidenschaft gezogen wurde und Restaurierung und Rücktransport aktuell nicht sinnvoll erscheinen.

