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Bundesverdienstkreuz für Professor Heinrich Theodor Grütter

Professor Heinrich Theodor Grütter, ehemaliger Direktor des Ruhr Museums, ist in der Henrichshütte in Hattingen von Frank-Walter Steinmeier mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Der Bundespräsident würdigt damit das herausragende Engagement Grütters für die Entwicklung der Erinnerungskultur im Ruhrgebiet.

Der Historiker und Kulturwissenschaftler leitete das Ruhr Museum bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im Frühjahr dieses Jahres und prägte die Entwicklung des Hauses maßgeblich. Von 2017 bis 2025 gehörte er zudem dem Vorstand der Stiftung Zollverein an.

Ein besonderer Meilenstein seines Wirkens war die Eröffnung des Ruhr Museums in der ehemaligen Kohlenwäsche auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein im Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010. Unter seiner Leitung entwickelte sich das Museum zu einem zentralen Ort, an dem die Geschichte des Ruhrgebiets und der tiefgreifende Wandel der Region erforscht, bewahrt und vermittelt werden.

Grütters Wirken beschränkte sich dabei nicht nur auf den Hauptstandort des Museums auf Zollverein. Auch die Außenstellen entwickelte er maßgeblich weiter. Unter seiner Leitung wurden unter anderem die Margarethenhöhe und das Deilbachtal mit Ausstellungen und Publikationen als bedeutende Orte der Geschichte neu profiliert. Darüber hinaus hat er im Jahr 2021 auf der Kokerei Zollverein das spektakuläre Schaudepot des Ruhr Museums eröffnet.

Grütters außergewöhnlichem Engagement ist es mitzuverdanken, dass mit Zollverein – stellvertretend für die gesamte Region – die Bedeutung des Ruhrgebiets als Kultur- und Industriestandort im Wandel international anerkannt ist.

Theo Grütter in „seinem“ Museum auf dem Gelände des Weltkulturerbes Zollverein.
Foto: Ruhr Museum/Christoph Sebastian