Die Margarethe Krupp-Stiftung und die drei Naturschutzverbände BUND KG-Essen, NABU Ruhr e.V. und NaturGarten e.V. setzen weitere gemeinsame Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt auf der Margarethenhöhe um.
Die im Herbst 2024 mit der Anlage von Blühwiesen begonnene Zusammenarbeit nimmt in diesem Jahr Fahrt auf: Der BUND KG Essen hat aktuell bereits einen großen Wildbienenstand auf der Blühwiese an der Sommerburgstraße errichtet. „Die Förderung unserer Wildbienen wollen wir aber nicht nur zentral angehen“, so Michael Flachmann, Vorstand der Margarethe Krupp-Stiftung, „sondern mit gesponserten kleinen Wildbienen-Häuschen in jeden Garten tragen“. 200 Stück dieser fachkundig gefertigten Nisthilfen stehen ab dem 24. März für 5 Euro zur Verfügung. Abholen können sich die Mieterinnen und Mieter die Häuschen gegen Vorlage des Personalausweises zu den Öffnungszeiten am Empfang der MKS an der Altenau 2. Beigelegt ist jeweils ein Samentütchen für einheimische Blühpflanzen, eine Anleitung zur Aufhängung und eine Broschüre zum Thema Wildbienen.
„Wir wollen mit den örtlichen Naturschutzverbänden damit weitere Akzente auf dem Weg zur 2027 startenden „Internationale Gartenausstellung Metropole Ruhr 2027“ setzen und freuen uns, hier ein attraktives Angebot für unsere Gartenstadt anbieten zu können“, so Michael Flachmann.
Vom 13. März bis zum 22. April präsentiert die Stiftung zudem im Foyer ihres neuen Verwaltungsgebäudes zusammen mit dem NaturGarten e.V. eine Ausstellung zum Thema „Naturgarten“. „Alle Bürger und Bürgerinnen sind herzlich eingeladen, die Ausstellung in unserem schönen neuen Verwaltungsgebäude während unserer Öffnungszeiten zu besuchen“, so Michael Flachmann. Die Ausstellung bietet vielfältige Informationen zur Gestaltung eines naturnahen Gartens. Wer möchte, kann dann als Mieter gleich seine gesponserte Wildbienen-Nisthilfe in Empfang nehmen.
Darüber hinaus pflanzt die Stiftung im Jahr 2026 mithilfe der Naturschutzverbände weitere Blühwiesen: „Die Ergebnisse an der Borkumstraße waren im vergangenen Jahr für alle so überzeugend, dass wir nun weitere Flächen am Helgolandring umwandeln werden“, so Marcus Roll, Gärtnermeister der MKS. Auch die zurückgebaute Baustelle an der Sommerburgstraße 237 wird dann zukünftig zur Blühfläche.
Zwei Mal im Jahr werden die Blühwiesen insektenschonend vom NABU Ruhr e.V. mit dem Balkenmäher gemäht und das Mahdgut aufgenommen und abgetragen. „Bei der Grünlandpflege sind wir nicht nur um ein tier- und bodenschonendes Vorgehen bemüht, sondern verwerten – wo immer das möglich ist – auch das Mahdgut“, so Axel Pottschmidt vom NABU Ruhr e.V.“. „Im Jahresverlauf sieht die Wiese auch mal strubbelig aus“, erläutert Martin Kaiser, BUND „sie wird sich über die Jahre auch verändern und teilweise geringere Blühaspekte hervorbringen, die trotzdem wertvoll sind.“
Weitere Projekte wie die Förderung der Gebäudebrüter (Schwalben, Mauersegler und den Hausspatz) und ein Bildungsprojekt mit der Schule an der Waldlehne sind im Gespräch.

