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Die Margarethenhöhe summt und brummt

Wilde Möhre, Kornblume und Wiesenflockenblume – sie alle wachsen gleich vor der Haustür auf den Wildblumenwiesen an der Borkumstraße und der Sommerburgstraße auf der „Neuen“ Margarethenhöhe. Hier sollen Wildbienen, Hummeln & Co. ein nahrhaftes Zuhause finden.

Mit dem NABU Ruhr, dem BUND Essen und dem Verein Naturgarten, Regionalgruppe Rhein-Ruhr, hat sich die Margarethe Krupp-Stiftung gleich drei erfahrene Partner in Sachen Biodiversität mit ins Boot geholt. Schon im Herbst vergangenen Jahres hatte die Stiftung an der Sommerburgstraße eine Wiese neu angelegt, die dann aber aufgrund von Bauarbeiten in Verbindung mit der Verlegung von Fernwärmeleitungen wieder weichen musste, inzwischen konnte sie aber wieder hergestellt werden.

„In der Summe geht es uns mit den Verbänden darum, positive Geschichten des Gelingens in die Gartenstadt und darüber hinaus zu vermitteln, die im eigenen Handeln Vorbildcharakter im Hinblick auf Nachhaltigkeit, Biodiversität und Klimaanpassung haben“, betont Stiftungsvorstand Michael Flachmann. Auch im Hinblick auf die Internationale Gartenausstellung Metropole Ruhr (IGA) 2027, an der sich die Margarethe Krupp-Stiftung bereits jetzt vorbereitend beteiligt, kommt den Wildblumenwiesen eine besondere Bedeutung zu.

Für die Wiesenentwicklung ist die Pflege der neuen Flächen entscheidend. Mit einem Balkenmähwerk bleibt gewährleistet, dass alles, was summt und brummt, keinen Schaden erleidet. Die Wiesenmahd muss im Anschluss auf jeden Fall abgetragen werden, sie wird dann aber weiterverwertet.  „Im Jahresverlauf kann die Wiese auch mal strubbelig aussehen“, erläutert Martin Kaiser vom BUND, „sie ist aber trotzdem wertvoll.“

Die Böden der Blühwiesen benötigen viel Sand, dieser wird aus Zweitverwertung von den Spielplätzen der Margarethenhöhe genutzt: ganze 40 Kubikmeter konnten wiederverwendet werden. Ein großer Wildbienenstand soll bald schon die Wildblumenwiesen ergänzen. Kleinere Bienenhotels kommen dazu. Marcus Roll, zuständig für den Bereich Grünpflege bei der MKS, berichtet über zahlreiche Mails mit begeisterten Stimmen aus der Mieterschaft, die sich über die wilden Wiesen und ihre brummenden Bewohner freuen: „Unsere Mieter sind total begeistert!“

 

 

Zusammen mit Vertretern der einzelnen Naturverbände erläuterte die Stiftung ihren Beitrag zur Biodiversität auf der „Neuen“ Margarethenhöhe. Fotos: A. Schuster