MKS - Kultur

Die Margarethe Krupp-Stiftung hat seit ihrer Gründung ein besonderes Verhältnis zur Kultur gepflegt. Der Architekt der "Alten" Margarethenhöhe, Georg Metzendorf, gehörte dem Werkbund an, war ein Förderer der "Folkwang Idee" und stand in engem Kontakt zu dem renommierten Künstlerkreis um Karl Ernst Osthaus in Hagen. Auf seine Initiative, unterstützt durch Margarethe Krupp und die Essener Stadtverwaltung, entstand auf der Margarethenhöhe ein Künstlerkreis von überregionaler Bedeutung. Die Stiftung förderte die Künstlergemeinschaft durch den Bau von 2 Atelierhäusern und einem Werkhaus. Erst der Nationalsozialismus bereitete der bis heute in dieser Form in Essen einzigartigen Förderung der Kunst ein Ende. Auch die immer noch bestehende und mittlerweile auf der Zeche Zollverein beheimatete "Keramische Werkstatt Margarethenhöhe", die für ihr exzellentes Design bekannt ist, wurde 1925 in diesem künstlerischen Umfeld von dem Bildhauer Will Lammert auf der Margarethenhöhe gegründet.

Heute ist die Gartenvorstadt Margarethenhöhe selbst zu einer kulturellen Attraktion des Ruhrgebietes geworden. Über zweihundert wissenschaftliche Publikationen wurden über sie verfasst. Unterschiedliche Anbieter, wie der RVR, das Ruhr Museum Essen, die Bürgerschaft Margarethenhöhe e. V. sowie kommerzielle Tourismusunternehmen führen regelmäßig architektur- und kulturgeschichtliche Führungen über die Margarethenhöhe durch.

Die Stiftung hat zusammen mit dem Ruhr Museum Essen in der Stensstraße 25 eine "Musterwohnung" eingerichtet, wie es sie bereits um 1910 zu Werbezwecken gab. Diese Musterwohnung präsentiert in einer musealen Inszenierung das damalige Wohnungsangebot der Stiftung mit seinen zeitgeschichtlich außerordentlich innovativen Ausstattungs- und Einrichtungsdetails. Die Musterwohnung kann bei Gruppenführungen und auf Anfrage (Ruhr Museum Essen, Bürgerschaft Margarethenhöhe e. V.) besichtigt werden.

Seit April 2012 ist das „kleine Atelierhaus“ in der Sommerburgstraße 18 wieder im Rahmen von Führungen zugänglich. Es wurde durch die Stiftung grundlegend renoviert und wird durch das Ruhr Museum Essen betrieben. Eine Ausstellung zur Geschichte der Margarethenhöhe gibt in den ehemaligen Atelier- und Werkräumen einen Überblick über das Entstehen und die Gestalt der Siedlung sowie über das Leben und den Alltag ihrer Bewohner.

Die Stiftung unterstützt im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Kulturarbeit auf der Margarethenhöhe, die von unterschiedlichen, engagierten Institutionen und Gruppen im Stadtteil getragen wird.